Im Dezember 2012 wurden erhebliche Mängel am vorhandenen Eisenhartgussgeläut festgestellt und sogleich ein Läuteverbot für eine Glocke ausgesprochen. Dieses Läuteverbot war der Anlass, sich mit dem Zustand des Geläutes und des stählernen Glockentragwerkes intensiver zu beschäftigen. Die vorhandenen Schädigungen der Joche und des Stahlglockenstuhles sowie des hölzernen Unterbaus erforderten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen.

Die Sanierungslösung beinhaltete folgende Schwerpunkte

  • Substanzschonender Ausbau des Eisenhartgussgeläutes von 1957 gegossen von
    Schilling &   Lattermann aus Apolda
  • Transport des Geläutes an den Fuß der Kirche und Zwischenlagerung
  • Instandsetzung des gerissenen Stahljoches der großen Glocke G1 durch Zerlegung und Neuverschweißung
  • Erneuerung der total porösen und korrodierten gekröpften Stahljoche der Glocken 2 und 3 gemäß historischem Befund inkl. statischen Nachweises
  • Substanzschonender Ausbau des Stahlglockenstuhls einschließlich Zerlegung in die einzelnen Stahlprofile, Schadensdokumentation der einzelnen Tragglieder, Erneuerung der nicht mehr weiter verwendbaren Stahlprofile
  • Rückbau der komplett verfaulten Holzbalkenlage zwischen Stahlglockenstuhl und stählerner Auflagerkonstruktion
  • Ausbau der total korrodierten stählernen Unterkonstruktion einschließlich Ausbau der noch vorhandenen Stahlträgerenden im Pfeilermauerwerk der Glockenstube
  • Sanierung der total verschlissenen Kupferverblechung des Fußbodens der Glockenstube
  • Erneuerung der Dielung des Glockenfußbodens und Sanierung der Holzbalkenlage
  • Erneuerung des historischen Graupenputzes an den Innenwänden der Glockenstube
  • Erneuerung der korrodierten Stahlträgerlage im Gewölbe der Glockenstube als Voraussetzung für den Wiedereinbau der Glocken und des Glockenstuhls
  • Wiederaufhängung der alten Glocken im instand gesetzten Glockenstuhl

Mit der Instandsetzung des Geläutes und des Glockenstuhls erhält die Lukaskirche ihr dominantes Geläut wieder und wird so mindestens die nächsten 50 Jahre noch zur Freude der Gemeinde, Ihren Besuchern und zum Lobe unseres Schöpfers erklingen.


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